Jun
14
2010

Google Local Extensions – Die neuen lokalen Anzeigen

Neben den Standardanzeigen gibt es bei Google AdWords seit längerem auch Anzeigen mit lokalen Zusatzinformationen. Bisher waren diese sogenannten Local Business Ads in der Implementierung relativ aufwendig, da zunächst im Local Business Center alle Adressen hinterlegt und dann einzeln mit den eigens dafür erstellten Anzeigen verknüpft werden mussten. Dieses System wird nun durch die sogenannten Local Extensions ersetzt bzw. modernisiert.

So sehen sie aus, die neuen Local Extensions:

Diese neue Version der lokalen Anzeigen bietet gleich mehrere Vorteile:

Grundsätzlich ist die Erstellung von separaten Anzeigenformaten nicht mehr nötig. Denn bestehende Standardanzeigen können nun ohne großen Aufwand direkt mit lokalen Zusatzinformationen verknüpft werden. Diese Verknüpfung muss nicht mehr für jede Anzeige einzeln vorgenommen werden, vielmehr werden die lokalen Informationen bei passender Anfrage dynamisch an die Anzeigentexte angehängt. Enthält eine Suchanfrage also einen lokalen Begriff, der der geografischen Ausrichtung der Kampagne entspricht oder liegt die User-IP in dem Targetbereich der Kampagne, wird die Anzeige inklusive Local Extensions ausgeliefert. Andernfalls wird die Anzeige einfach als Standardformat geschaltet.

Auch das Hinterlegen der gewünschten Adressen gestaltet sich nun wesentlich einfacher. Das Local Business Center bleibt zwar weiterhin unter dem Namen Google Places bestehen, muss aber nicht mehr zwingend genutzt werden. Denn lokale Informationen – bis zu neun Adressen - können nun auch direkt im AdWords Interface hinterlegt werden. Dadurch wird nicht nur die Implementierung beschleunigt, auch Adressänderungen können deutlich schneller aktualisiert werden. Denn während die Übermittlung von Adressänderungen im Local Business Center in der Regel mehrere Tage andauern, erfolgt die Umstellung im AdWords Interface in Echtzeit.

Und auch die Darstellung der lokalen Anzeigen hat sich leicht verändert. Während bisher die Headline ausschließlich aus dem Firmennamen bestand, kann jetzt eine beliebige Überschrift gewählt werden. Die Anzeige kann also optimal an die jeweilige AdGroup angepasst werden, was in der Regel mit einer besseren CTR und damit günstigeren CPCs belohnt wird. Auch eine Telefonnummer muss nicht mehr zwingend angegeben werden.

Das Anzeigen-Reporting bietet grundsätzlich die gleichen Daten wie bei den AdWords Standardanzeigen, kann aber noch mit interessanten Zusatzinformationen aufwarten. So kann nicht nur der Klick auf die eigentliche Anzeige gemessen werden, sondern auch verschiedene Interaktionen mit den lokalen Informationen wie beispielsweise Klicks auf die Straßenkarte oder Klicks vom Typ “Route berechnen”.

Gewisse Details sind allerdings noch nicht ganz ausgereift. So leitet der zuletzt genannte Klicktyp „Route berechnen“ den Nutzer zwar auf Google Maps und versorgt ihn mit Adressinformationen, die ursprüngliche Anzeige wird allerdings nicht mehr angezeigt. Der Nutzer hat also keine Möglichkeit mehr über die Anzeige auf die Zielseite zu gelangen und geht so unter Umständen als Neukunde verloren.

Erste Erfahrungen zeigen, dass Local Extensions bei standortgeprägten Kunden zumindest im Bereich CTR durchaus lohnenswert sind.



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