26
2010
Interessenbezogene Werbung im Google Content Netzwerk
Die Möglichkeit Google AdWords nicht nur im Bereich der Suche, sondern auch im Google Content Netzwerk schalten zu können, dürfte weitreichend bekannt sein. Bisher konnten - mit Hilfe von Keywords oder ausgewählten Seiten Anzeigen passend zum Inhalt einer Website geschaltet werden. Seit kurzem jedoch ermöglicht Google eine weitere Form des Targeting, die sich direkt an den Vorlieben und Interessen der User orientiert. Die sogenannte interessenbezogene Werbung.
Aktuell bietet Google zwei verschiedene Formen der interessenbezogenen Werbung an:
1. Remarketing
Mit Remarketing können im Google Content Netzwerk gezielt User angesprochen werden, die sich bereits für ein ganz spezielles Produkt oder eine spezielle Dienstleistung interessiert haben. Gemeint sind damit Nutzer, die sich eine oder mehrere bestimmte Seiten einer Website angesehen haben. Aufgrund dieses Sichtkontakts ordnet Google die Nutzer einer bestimmten Zielgruppe bzw. Remarketing-Liste zu. Über das Remarketing wird dann eine erneute Ansprache dieser Nutzer ermöglicht.
Ein User sieht sich beispielsweise auf einer Hotel-Website ein bestimmtes Hotel an, verlässt die Website jedoch ohne Buchung. Die vom Werbetreibenden gewünschte Aktion wurde also nicht ausgeführt. Bewegt sich dieser User nun im Google Content Netzwerk wird ihm immer wieder eine speziell auf sein vorheriges Verhalten/ Interesse zugeschnittene Anzeige präsentiert – unabhängig vom Inhalt der Website, die er gerade besucht. So kann mit Call-to-Actions oder Rabattangeboten versucht werden, den User doch noch von einer Buchung des von ihm favorisierten Hotels zu überzeugen.
Um die User durch zu häufige Anzeigenschaltung nicht abzuschrecken, kann das sogenannte Frequency Capping aktiviert werden. Diese Einstellung legt fest, wie häufig ein Nutzer am Tag eine bestimmte Anzeige zu sehen bekommt. Google empfiehlt hier 3 – 5 Impressions.
Remarketing eignet sich prinzipiell für jeden Kunden, allerdings ist für die Implementierung eines Trackingcodes auf den strategisch ausgewählten Seiten nötig. Je nachdem ob Website und Prozesse beim Kunden liegen und je nachdem wie flexibel der Kunde ist, kann der Einbau schnell oder mit langer Bearbeitungszeit erfolgen.
2. Marketing nach Interessenkategorien
Mit Marketing nach Interessenkategorien können im Google Content Netzwerk gezielt User angesprochen werden, die sich grundsätzlich für ein bestimmtes Thema interessieren. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Nutzer bereits eine bestimmte Website besucht haben oder nicht. Denn Google ordnet die User aufgrund ihres generellen Surfverhaltens einer bestimmten Interessenkategorie zu.
Hält sich ein User beispielsweise häufig auf Seiten auf, die sich mit Bankprodukten beschäftigen, wird er der Interessenkategorie Finanzen zugeordnet. Bewegt sich dieser finanzinteressierter User nun im Google Content Netzwerk, wird ihm immer wieder eine speziell auf seine Interessen zugeschnittene Anzeige präsentiert – unabhängig vom Inhalt der Website, die er gerade besucht.
Auch beim Marketing nach Interessenkategorien kann Frequency Capping aktiviert werden, um den User nicht durch zu häufige Anzeigenschaltung abzuschrecken. Als Einstellung empfiehlt Google auch hier 3 – 5 Impressions. Für die Aktivierung und Aussteuerung ist die Implementierung eines Trackingcodes auf der Website des Advertisers nicht erforderlich.
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