24
2012
Innovative Techniken zur Vereinfachung von Log-Ins und mehr
Innovative Techniken zur Vereinfachung von Log-Ins und mehr
Es gibt viele Möglichkeiten Log-in Formulare oder ähnliches zu entwerfen. Die meisten Designer sind mit den herkömmlichen Möglichkeiten vertraut. Aber wie könnte man solche Formulare einfacher und noch effizienter anbieten? Im nachfolgenden Artikel werden ein paar solcher Ideen präsentiert welche für zukünftige Designs nützlich sein könnten. Jedoch sollte zuvor immer bedacht werden, ob einer dieser Techniken auch sinnvoll ist, bevor diese Verwendung findet. Evtl. findet die eine oder andere Anregung auch Platz in einem Usabilty-Test.
Sign-Ups vereinfachen
Der Zweck jedes Anmeldeformulars für Benutzer ist es, dieses erfolgreich zu durchlaufen. Wenn das Formular jedoch zu langwierig und kompliziert ist verfällt der User schnell in Unlust und bricht womöglich den Prozess ab. Nachfolgend werden ein paar innovative Techniken vorgestellt, die jene Formulare hinsichtlich des Ausfüllens einfacher und schneller machen.
Beispiele:
1. User-Name Abfrage nach der Anmeldung
Bei Anmeldeformularen wird der User i. d. R. nach einem eindeutigen Usernamen für die Webseite gefragt. So kommt es nicht all zu selten vor, dass dieses Vorhaben oft zu einem typischen „trail and error“ Unterfangen ausartet. Anstatt den User auf Teufel komm raus nach einem noch freien Usernamen vor dem Prozessende des Sign-Ups zu nerven, könnte man das Ganze ebenso auch danach abfragen. Auf diesem Weg verliert man womöglich weniger frustrierte User und es entstehen weniger wahllos gewählte und vergessliche Usernamen, nur um die Formular Anforderungen zu erfüllen.
2. Einmalige Passwort Eingabe
Viele Sign-Up Formulare bitten die User ihre Passwörter in zwei unterschiedle Formularfelder einzutragen – der Grund ist nachvollziehbar. Weiter wird aus Sicherheitsgründen das einzutragende Passwort maskiert (mask passwords) angezeigt, damit Schnüffler/Betrüger es nicht sehen können. Ebenso soll es dazu dienen typografische Fehler zu reduzieren.
In Wirklichkeit könnte diese Funktion aber genau das Gegenteil bewirken. Der User muss mehr Zeichen eingeben, somit können wiederum mehr Fehleingaben getätigt werden. Weiter sieht der User nicht was eigentlich eingegeben wird. Spätestens im zweiten Formularfeld fragt sich jeder: Hoffentlich hab ich mich nicht vertippt!
Eine effektivere Herangehensweise wäre die User einmalig ihr Passwort eintippen zu lassen und anschließend anhand Checkbox-Funktion das Passwort sichtbar zu machen. So kann der User das Passwort recht einfach überprüfen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass das Formular ein Textfeld weniger beinhaltet und den Arbeitsaufwand für ein Sign-Up etwas reduziert.
Ein Kommentar von Jakob Nielson zu dem Thema:
„Usability suffers when users type in passwords and the only feedback they get is a row of bullets. Typically, masking passwords doesn’t even increase security, but it does cost you business due to login failures.“
3. Automatische Datenübergabe für das Textfeld „Stadt“
Falls für eine Reservierung oder ähnliches die Postanschrift des Users benötigt wird, kann gerne über eine sog. „Auto-Fill-Funktion“ für das Formularfeld Stadt basierend auf der Postleitzahl nachgedacht werden. D. h. das nach Eingabe der PLZ die zugehörige Stadt automatisch nachgeliefert wird. Das Ausfüllen des Formulars kann so beschleunigt werden. Ein großer Nachteil wird sein, dass die dafür benötigten Daten nicht gerade zu einem günstigen Preis bei der Deutschen Post erworben werden können.
Wem dies jedoch zu aufwändig bzw. zu teuer ist, kann beispielsweise für das Formularfeld „Stadt“ auf eine „Auto-Complete-Funktion“ zurück greifen, anstatt den User über ein Dropdown Menü die zugehörige Stadt auswählen zu lassen.
4. Automatische Datenübergabe der Zahlungsadresse für die Versandadresse
Im E-Commerce Bereich muss der User oft noch seine Zahlungs- wie auch Versandadresse separat eintragen. I. d. R. sind Zahlungs- und Versandadresse identisch. So könnte doch der Bereich mit den Zahlungsinformationen einen Link oder Button enthalten mit dem Hinweis „Entspricht der Versandadresse“ oder ähnliches. Trifft dies zu und der User die Aktion ausführt werden die Daten automatisch übernommen/eingetragen. Die hier vorgestellte Idee ist nicht mehr all zu neu und soll lediglich ein Appell sein: don’ forget it
5. Newsletter Abo mit Vorschaufunktion
Die meisten Website Inhaber setzen vorab einen Hacken in der Checkbox für das Newsletter Abonnement, in der Hoffnung mehr Abonnenten zu bekommen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, dass es funktioniert. Aber ein Abonnement ist bedeutungslos, wenn der Benutzer dies getan hat, nur weil er es übersehen hat oder die Option missverstanden wurde. Wenn der User daran nicht interessiert ist, wird er das Abonnement früher oder später abbestellen. Mit solch einer Hinführung zum Newsletter kann auf lange Sicht nicht erfolgversprechend sein. Ein effektiver Ansatz wäre dem User eine Vorschau des Newsletter vorab anzubieten. So bekommt der User einen Vorgeschmack was ihn erwartet und entscheidet sich aus voller Überzeugung für den Newsletter.
5.1. Useransprache Newsletter-Abonnement
Das abonnieren eines Newsletters empfinden einige als lästig, nervig und ist zudem meistens lieblos gestaltet. Wie zuvor schon erwähnt, könnte eine Vorschau des Newsletters die Absicht eines Abonnements das Ganze in ein etwas besseres Licht rücken. Wieso dann auch nicht gleich an der Useransprache bzw. Aufforderung arbeiten. Die Message im unten gezeigten Beispiel „Lets’s keep in touch“ ist eine tolle Idee und vermittelt zugleich einen freundlichen Charakter.
6. Auto-Fokus Funktion für das erste Textfeld
Sobald der User das Login-Formular zu sehen bekommt weiß mittlerweile fast jeder was ihn erwartet und ist für das Eintragen der Login-Daten bereit. Da wir, die UX-Analysten oft die Nadel im Heuhaufen suchen kann man an dieser Stelle das erste Textfeld noch etwas effizienter gestalten. Durch die Auto-Fokus Funktion konzentriert sich der User automatisch auf das erste Textfeld. Das erspart dem User Zeit und Mühe, weil ein zusätzliches hineinklicken in das Textfeld mit der Maus entfällt. Zusätzlich sollte das aktuelle Textfeld deutlich markiert sein, damit der User weiß, dass er mit der Eingabe beginnen kann.
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