Mrz
4
2011

Guttenberg im Social Web

Aus aktuellem Anlass wurde ein Social Media Monitoring zum Thema „Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg“ aufgesetzt und ausgewertet, um den Einfluss von Social Media zu analysieren. Der Zeitraum wurde von 13.02. bis 03.03. gewählt und erfasst dabei die Zeit kurz vor dem Bekanntwerden des Plagiatsvorwurfs bis hin zum Rücktritt von Guttenberg. Hierbei ist sehr gut zu erkennen, dass seit dem Plagiatsvorwurfs eine deutlich höhere Aufmerksamkeit im Rahmen von Social Media rund um das Thema „Guttenberg“ zu verzeichnen ist.

Vor Mitte Februar gab es im Schnitt ca. 100-400 Meldungen pro Tag. Seit Mitte des Monats konnte bereits ein deutlicher Anstieg des medialen Interesses beobachtet werden, was eindeutig mit der Plagiatsaffäre zusammenhängt und 1.500-2.700 Ergebnisse pro Tag hervorbrachte. Am 01.03., der Tag des Rücktritts, ist der unglaubliche Peak mit über 22.600 Nennungen sehr gut zu erkennen. Auch der Folgetag konnte immerhin noch fast 15.000 Ergebnisse zum Thema „Guttenberg“ verzeichnen.

Die Topic Cloud gibt einen guten Überblick über die Top Themen. Hier dominieren Schlagwörter wie Minister, Facebook, Twitter oder auch Angela Merkel. Aber auch viele andere Themen die in Bezug des Ex-Verteidigungsministers stehen lassen sich in der Topic Cloud finden.

Die Betrachtung der Einflussnehmer zeigt, dass Facebook mit über 50% mehr als die Hälfte für sich einnimmt und unterstreicht damit seinen Stellenwert. Daneben zeigt sich beim Rest der Kanäle, dass vor allem Foren den Ton angeben, weil sich die User untereinander zu diesem Thema austauschen wollen.

Bei der Frage, auf welchen Plattformen sich die User unterhalten, wird deutlich, dass hier Twitter stark dominiert. Knapp 27.000 Meldungen wurden über den Microblogging-Dienst zum Thema Guttenberg gezwitschert. Auch Blogs mit fast 27 % und News mit gut 16% vereinnahmen einen weiteren Großteil der Kanäle für sich. Facebook kommt anders als bei den Einflussnehmern bei der Auswahl der Kanäle nur eine untergeordnete Rolle zu.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Volumen sowie der Einfluss durch Social Media bei einem solch politisch ausschlaggebenden Ereignis wirklich enorm ist. In Foren haben sich viele Menschen zu diesem Thema ausgetauscht, am meisten wurde Twitter als Medium zur Verbreitung von Nachrichten und Kommentaren bevorzugt. Mit knapp 40.000 Meldungen am 01. und 02. März wurde eine extrem große Menge an Buzz registriert.



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3 Kommentare + Kommentieren

  • Vielen Dank für den spannenden Beitrag und die detaillierte Analyse!

  • Ich kann jedem, der sein Betrieb auf FB präsentieren möchte, nur empfehlen, sich vorab über die rechtliche Lage zu erkundigen. Denn dort gibt es zahlreiche Fallen, und unser Unternehmen wurde ebenfalls wegen des „Gefällt mir“-Button abgemahnt. Doch das Marketing hat sich auf jeden Fall ausgezahlt! Wir konnten unseren Umsatz damit um 25% steigern, und es sieht so aus, das dieser weiter wachsen wird.

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