Jan
28
2011

Studie “Mobile Effects 2011” zeigt Aufschwung des mobilen Internets

Der Online-Vermarkter Tomorrow Focus hat eine Studie zum Thema „Mobile Effects – wie geht die mobile Reise in 2011 weiter“ veröffentlicht. Über ein OnSite Interview wurden insgesamt 5.537 Personen zu ihrer mobilen Internetnutzung befragt. Parallel wurden Befragungen auf dem iPhone und iPad durchgeführt.

Die Studie gibt interessante Einblicke über den momentanen Status von Mobile in Deutschland und liefert wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung des Themas in 2011. Die Kernaussagen der Studie sind außerdem hilfreich für die Planung mobiler Kampagnen.

Nutzung mobiler Angebote

- Über 80% der Befragten nutzen das mobile Internet täglich bis zu einer Stunde.

- Über 30% der Befragten planen, das mobile Internet in 2011 zu nutzen. Vorbehalte, wie der Preis der mobilen Internetnutzung, sind seit 2010 deutlich gesunken.

- Das mobile Internet wird vor allem während der Drive time genutzt, also zwischen 6 und 9 Uhr und 17 Uhr bis 20Uhr. Was den Ort der Nutzung angeht, wird es vor allem unterwegs verstärkt genutzt.

Zahlungsbereitschaft

- Die Zahlungsbereitschaft für mobile Applikationen ist im vergangenen Jahr gesunken. Es sind nur noch knapp über 25% bereit, für eine App zu bezahlen. 2010 waren es noch 35%.

- Flatrate und Prepaid Tarife werden immer beliebter.

Intermedialer Vergleich

- Das mobile Internet wird immer mehr gegenüber anderen Medien bevorzugt. Die Nutzung der klassischen Medien nimmt seit der Nutzung des mobilen Internets deutlich ab – vor allem Zeitungen und Zeitschriften werden seltener gelesen. Aber auch Radio und TV sind betroffen.

Wer ist der mobile Internetnutzer?

- Der typische mobile Internetnutzer ist eher männlich und jünger. 83% sind männlich und 80% bis 49 Jahre alt

- Personen mit einem Hochschulabschluss sind am stärksten vertreten. Der Großteil der Nutzer hat außerdem einen Hochschulabschluss und verdient mit 2.000€ HHNE mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung

Interessant sind auch die Ergebnisse zur Nutzung von Tablet PCs, wobei das iPad im Vordergrund steht. Hier ist das Potential in 2011 ebenfalls sehr groß. Über 30% der Befragten ist bereits über ein Tablet PC online, mehr als ein Viertel denkt 2011 über den Kauf nach. Das iPad wird genau wie das Mobiltelefon sehr regelmässig genutzt, 97% verwenden es täglich.

Im Gegensatz zum iPhone wird es jedoch vor allem zu Hause genutzt, und zwar vor allem zur Breakfast- und Couchtime. Auch verwenden die User an Wochentagen häufiger das iPhone, während am Wochenende das iPad häufiger genutzt wird. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Besitzer von iPads eine höhere Zahlungbereitschaft für mobile Angebote haben. Drei Viertel sind bereit, für journalistische Inhalte Geld auszugeben. Auch was demographische Daten angeht, gibt es Unterschiede zwischen iPad Besitzer und „normalen“ mobile User: er ist älter (knapp 90% der iPad-Besitzer sind über 30 Jahre alt), hat noch häufiger einen Hochschulabschluss und ein höheres HHNE. Unter den iPad-Besitzern finden sich außerdem besonders viele Entscheider und Führungskräfte.

Insofern sollten iPad Besitzer bei zukünfigen Kampagnen nicht außer Acht gelassen werden.

Wer die Studie im Detail ansehen möchte, kommt hier zum Download:

http://www.tomorrow-focus-media.de/Dokumente/Studien/Deutsch/Mobile_Effects_2011.pdf



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Über den Autor: Beatriz Forcat

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